Ein Klassensatz iPads ist schnell bestellt. Die eigentliche Arbeit beginnt danach: Wer richtet 30 Geräte ein, wer installiert die Apps, wer sperrt den App Store, wer setzt ein Gerät zurück, das ein Schüler mit einem eigenen Apple-Konto belegt hat? Ohne Werkzeug macht das jemand aus dem Kollegium in den Ferien, Gerät für Gerät. Mit einem Mobile Device Management (MDM) passiert es zentral und automatisch.
Was ein MDM ist
Ein MDM ist eine Verwaltungsplattform, in der alle Geräte der Schule registriert sind. Von dort aus verteilen Sie Apps, Einstellungen und Einschränkungen an Gruppen von Geräten: Klasse 5a bekommt Anton und GeoGebra, die Lehrkräfte bekommen zusätzlich den Zugang zur Schulverwaltung, alle Geräte bekommen das Schul-WLAN, den Filter und das Hintergrundbild. Ein neues iPad wird ausgepackt, eingeschaltet, verbindet sich mit dem WLAN und richtet sich selbst ein. Niemand tippt eine Apple-ID ein.
Für iPads gibt es dafür zwei Bausteine von Apple, die das MDM nutzt:
- Apple School Manager ist das Portal, in dem die Schule ihre Geräte, Apps und Benutzer verwaltet. Geräte, die über den Bildungshandel gekauft werden, erscheinen dort automatisch.
- Verwaltete Apple-IDs sind Konten, die der Schule gehören, nicht dem Schüler. Sie erlauben iCloud-Speicher für Schularbeiten und Anmeldung an Geräten, ohne dass private Konten, Käufe oder Fotos ins Spiel kommen.
Das MDM selbst ist ein Produkt von einem Hersteller wie Jamf School, Relution oder Mosyle. Es spricht mit Apple School Manager und mit den Geräten.
Was Sie damit im Alltag tun
Geräte einrichten, ohne sie anzufassen. Neue iPads werden beim ersten Einschalten automatisch der Schule zugeordnet, erhalten Apps und Einstellungen und landen in der richtigen Gruppe. Ein Klassensatz ist an einem Vormittag einsatzbereit.
Apps verteilen und wieder einsammeln. Lizenzen aus Apple School Manager werden zugewiesen, nicht gekauft. Verlässt ein Gerät die Klasse, geht die Lizenz an das nächste.
Einschränken, was ablenkt. App Store, Kamera, AirDrop, Safari: alles lässt sich pro Gruppe erlauben oder sperren. Im Unterricht kann die Lehrkraft mit der App Classroom Bildschirme sehen, Apps öffnen und Geräte sperren.
Verlorene Geräte finden oder löschen. Ein iPad, das nicht mehr auftaucht, wird aus der Ferne gesperrt oder auf Werkseinstellungen gesetzt. Die Daten sind weg, das Gerät ist für Dritte wertlos.
Updates steuern. iPadOS-Updates werden nicht in der Klassenarbeit installiert, sondern nachts, wenn die Geräte im Ladewagen stehen.
Was ein MDM nicht ist
Ein MDM ersetzt keinen Schulserver und kein pädagogisches Konzept. Es verwaltet Geräte, nicht Unterricht. Benutzer, Klassen und Dateiablage kommen weiterhin aus dem Schulserver, etwa aus linuxmuster.net, und der Jugendschutzfilter aus dem Netzwerk. Beides muss mit dem MDM zusammenspielen. Wer das MDM isoliert einführt, bekommt am Ende zwei Benutzerverwaltungen und drei Passwörter pro Kind.
Ein MDM ist außerdem keine Überwachung. Es sieht, welche Apps installiert sind und ob das Gerät online ist. Es liest keine Nachrichten und keine Fotos. Das sollte die Schule den Eltern so auch sagen.
Worauf Schulen bei der Einführung achten sollten
- Kaufen Sie über den Bildungshandel. Nur so erscheinen die Geräte automatisch in Apple School Manager. Nachträglich registrieren geht, ist aber Handarbeit pro Gerät.
- Klären Sie das Gerätemodell vorher. Leihgeräte der Schule, Elternfinanzierung oder Bring-your-own-Device brauchen unterschiedliche Regeln. Elternfinanzierte iPads lassen sich beaufsichtigt verwalten, wenn das von Anfang an so vereinbart ist.
- Denken Sie das WLAN mit. 30 iPads, die gleichzeitig ein Update laden, brauchen ein WLAN, das dafür ausgelegt ist. Das MDM kann nur verteilen, was das Netz transportiert.
- Benennen Sie Zuständigkeiten. Wer legt neue Geräte an, wer verteilt Apps, wer bearbeitet einen Verlust? Ein MDM verschiebt die Arbeit vom Gerät in die Verwaltung, es schafft sie nicht ab.
- Datenschutz dokumentieren. Welche Daten das MDM verarbeitet und wo es gehostet wird, gehört ins Verarbeitungsverzeichnis. Die deutschen Anbieter hosten in der Regel in Deutschland.
Wie wir dabei helfen
Wir richten Apple School Manager und das MDM ein, binden es an den Schulserver und das WLAN an und übergeben eine Verwaltung, die das Kollegium selbst bedienen kann. Danach bleiben wir Ansprechpartner, wenn ein Gerät nicht mehr will oder die nächste Klasse dazukommt.
Sie planen iPads für Ihre Schule oder haben einen Klassensatz, der bisher von Hand gepflegt wird? Schreiben Sie uns, wir schauen uns das gemeinsam an.
